Albrecht Ludwig Karl Martin Leopold Kossel

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    deutscher Mediziner; * 16. September 1853 in Rostock, † 5. Juli 1927 in Heidelberg

    Als ältester Sohn eines Kaufmanns und preußischen Konsuls studierte Kossel Medizin in Straßburg. Dort war er ab 1877 Assistent von Hoppe-Seyler, danach ab 1881 Dozent für Physiologische Chemie und Hygiene. Emil DuBois-Reymond berief ihn 1883 zum Leiter der chemischen Abteilung des physiologischen Instituts nach Berlin, 1887 wurde er dort Extraordinarius, 1895 in Marburg Ordinarius der Physiologie. 1901 erhielt er in Heidelberg den Lehrstuhl, den früher Helmholtz innehatte. 1907 leitete er den 7. Internationalen Physiologenkongress in Heidelberg.

    Kossel wurde einer der Väter der Zellchemie und der Eiweißchemie. Etwa 1880 erkannte er bereits Wesentliches über den Aufbau der Zelle. Der Nobelpreis für Physiologie oder Medizin wurde ihm 1910 verliehen. Er erhielt den Preis "als Anerkennung des Beitrages, den seine Arbeiten über Eiweißstoffe einschließlich der Nukleine für unsere Kenntnis der Chemie der Zelle geleistet haben" sowie für Arbeitsmethoden und erste Erkenntnisse über den Stoffwechsel in der Zelle und damit über die Eiweißchemie.

    Kossel war der Vater des Physikers Walther Kossel.



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