Albertus Magnus

    Aus WISSEN-digital.de

    Philosoph, Theologe und Naturforscher; * 1193 in Lauingen, † 15. November 1280 in Köln

    Heiliger; bedeutendster Vertreter der Scholastik neben seinem Schüler Thomas von Aquin. 1223 trat Albertus Magnus in Padua in den Orden der Dominikaner ein. Er erwarb 1245 an der Pariser Sorbonne den Doktorgrad. Die von ihm in Köln begründete Ordensuniversität der Dominikaner wurde zu einem bedeutenden kulturellen Zentrum. 1260 wurde er zum Bischof des zerrütteten Bistums Regensburg ernannt, legte das Amt aber zwei Jahre später nieder und zog als Prediger für den Kreuzzug durch Deutschland und Böhmen. Ab 1264 schlossen sich Lehrtätigkeiten in Würzburg und Straßburg an, bevor er 1269 in sein Kloster in Köln zurückkehrte. Nach seinem Tod wurde Albertus Magnus in der Dominikanerkirche in Köln beigesetzt, sein Grab wurde zur Wallfahrtsstätte.

    Sein umfassendes Wissen brachte Albertus Magnus den Beinamen Doctor universalis ein. Er widmete sich der Auslegung der Philosophie des Aristoteles aus christlicher Sicht und führte sie in die Scholastik ein ("Summa Theologiae", 1270). Daneben pflegte er auch die Naturwissenschaft und führte unter anderem Tierbeobachtungen und chemische Experimente durch. Von Fürsten und Städten wurde er um Rat und Schiedsspruch angegangen. In der Legende lebt er fort als christlicher Magier mit Zauberkräften.

    1622 wurde Albertus Magnus selig und 1931 heilig gesprochen und zum Kirchenlehrer ernannt. Er ist der Patron der Theologen, Philosophen, Naturwissenschaftler und Studenten.

    Fest: 15. November, in Österreich 16. November.



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