Albert (Al) Gore

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    amerikanischer Politiker; * 31. März 1948 in Washington (D.C.)

    Der Sohn von Albert Gore sen., dem Senator von Tennessee, wuchs in Washington und Carthage, Tennessee, auf. Nach Beendigung seines Studiums in Harvard ging er 1969 als Militärberichterstatter nach Vietnam. Auch nach seiner Rückkehr 1971 schrieb er weiterhin für den "Tennessean", eine Zeitung in Nashville, die schon seine Kriegsreportagen veröffentlicht hatte. Gleichzeitig studierte er an der Vanderbilt University, zunächst Philosophie, ab 1974 Jura.

    1976 bewarb er sich erfolgreich als Vertreter Tennessees für das Repräsentantenhaus. Nach zwei Wiederwahlen zog der Demokrat 1984 in den Senat ein. Noch im Repräsentantenhaus profilierte er sich in Abrüstungsfragen und erarbeitete ein Konzept zur Rüstungskontrolle. Im Senat machte er sich auch als Umweltpolitiker ("Earth in Balance", 1992) einen Namen. 1988 scheiterte er bei der Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten. Als Vize an der Seite von Bill Clinton wurde er 1992 ins Weiße Haus gewählt und 1997 für eine zweite Amtszeit bestätigt.

    Als Vizepräsident engagierte sich Gore weiter für die Umwelt und konnte die Internationale Klimakonvention zur Unterzeichnung bringen. Er war mit wichtigen Abrüstungsverhandlungen mit der Ukraine betraut und konnte auch in Nordkorea, im Nahost-Konflikt und in Vietnam Erfolge vorweisen.

    Im November 1999 bewarb er sich als Präsidentschaftskandidat der Demokraten und setzte sich in den "Primaries" (Vorwahlen des Kandidaten innerhalb der Parteien) gegen seinen Konkurrenten Bill Bradley durch. Nach einem spannenden Wahlkampf und einem langen Auszählmarathon, in dem sowohl Gore als auch sein republikanischer Gegner George W. Bush die Gerichte anriefen, musste sich Gore geschlagen geben und gab am 13. Dezember 2000 seine Niederlage bekannt.

    Danach wurde er Vorsprecher der Klimaschutzbewegung und versuchte u.a. mittels eines Dia-Vortrags, der später die Grundlage für den Oscar-prämierten Dokumentarfilm "Eine unbequeme Wahrheit" bildete, das umweltpolitische Gewissen seiner Landsleute aufzurütteln. Sieben Jahre nach seinem Scheitern bei den Präsidentschaftswahlen 2000 erhielt er zusammen mit dem Klimarat der Vereinten Nationen den Friedensnobelpreis für seine "Bemühungen, mehr Wissen über den vom Menschen verursachten Klimawandel zu schaffen und öffentlich zu verbreiten, und um die Grundlage für Maßnahmen zu legen, die dazu taugen, diesem Wandel entgegenzuwirken".

    Der Baptist Gore ist verheiratet und hat mit seiner Frau Mary Elizabeth, genannt "Tipper", vier Kinder, drei Töchter und einen Sohn.



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