Albatrosse

    Aus WISSEN-digital.de

    (Diomedeidae)

    Verbreitungsgebiet

    Die Hochseevögel sind über alle Meere der Welt verbreitet. Zum Brüten halten sie sich bevorzugt an den Stränden von Meeresinseln auf. Albatrosse sind Zugvögel und unternehmen ausgedehnte, saisonale Wanderungen.

    Körperbau

    Laysan-Albatros

    Unter den Albatrossen finden sich die größten Angehörigen der Ordnung der Röhrennasen: Der Königsalbatros (Diomedea epomophora) und der Wanderalbatros (Diomedea exulans) besitzen mit etwas über 320 Zentimeter die größte Spannweite aller Seevögel. Sie haben auffallend lange und spitze Flügel. Ihr kräftiger Schnabel läuft in einen Haken aus. Die größten Albatrosse können 140 Zentimeter lang und 13 Kilogramm schwer werden, die kleineren Arten erreichen bei ca. 70 Zentimeter Länge ein Gewicht von drei Kilogramm. Ihr Gefieder ist braungrau oder weiß gefärbt, mit dunklerer Oberseite. Alle sind ausgezeichnete Segler, die bis zu 50 Jahre alt werden.

    Ernährung

    Ihre Hauptnahrung sind Tintenfische. Albatrosse erbeuten auch Fische, Krebse und andere Seevögel, und sie fressen Aas sowie Nüsse und Samen, die auf den Wellen treiben.

    Fortpflanzung

    Albatros beim Brüten

    Das Gelege der Albatrosse besteht aus einem einzigen Ei. Beide Geschlechter brüten das Ei aus. Bei den Schwarzfußalbatrossen (Diomedea nigripes) und den Rußalbatrossen (Gattung Phoebetria) dauert dies etwa 65 Tage, beim Königsalbatros ca. 79 Tage. Das nur sehr langsam heranwachsende Junge wird von beiden Eltern abwechselnd betreut, bis es groß genug ist, sich selbst zu verteidigen, d.h. je nach Art vier bis neun Monate. Wegen dieser langen Aufzuchtzeit brüten die Albatrosse nur alle zwei Jahre. Dies ist nur deshalb möglich, weil sie auf ihren Brutinseln keine natürlichen Fressfeinde haben, die die Zahl der Jungen dezimieren würden.

    Beispiel

    Der Kurzschwanzalbatros (Diomedea albatrus) brütete früher sehr zahlreich auf einigen Inseln im Süden Japans. Die langen, rein weißen Schwungfedern dieses stattlichen Seevogels waren in der Putzmacherei sehr begehrt; die weichen Daunen fanden reißenden Absatz als Füllmaterial für Matratzen. So rotteten Vogeljäger den Bestand auf diesen Inseln restlos aus: Der letzte Kurzschwanzalbatros wurde dort im Jahr 1933 gesichtet. 1953 erschienen aber wieder einige Tiere auf der Insel Torishima, balzten dort und brüteten. Das Eiland wurde unter strengen Schutz gestellt, und 1959 brüteten dort wieder mehr als 50 der ausgestorben geglaubten Vögel.

    Systematik

    Familie von Seevögeln aus der Ordnung der Röhrennasen (Procellariiformes) mit 14 Arten.



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