Afrika

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    mit 30 Millionen km² drittgrößter Erdteil. Erstreckt sich von 37° nördlicher Breite bis 34° südlicher Breite.

    Landestopografie

    Afrika ist eine wenig durch Einbuchtungen der Meere unterteilte Landmasse, die durch das Mittelmeer von Europa, durch das Rote Meer und den Suezkanal von Asien getrennt wird. Afrika hat eine kaum gegliederte Küste und verfügt über wenig gute Häfen. An den Atlas, das junge Faltengebirge im Nordwesten, schließt die Sahara an, die im Süden begrenzt wird von den Beckenlandschaften des Sudan. Im südlichen Teil Afrikas liegen Beckenlandschaften und Hochländer, im Osten mit Grabenbrüchen und Vulkanen (Kilimandscharo). Im äußersten Süden erhebt sich das kapländische Faltengebirge. In den weiten Becken fließen große Ströme: Nil, Kongo, Sambesi, Niger. In Ostafrika liegen große Seen: Victoria-, Tanganjika-, Malawisee.

    Afrika ist in viele einzelne Staaten untergliedert (siehe Länder Afrikas). Zur geschichtlichen Entwicklung Afrikas siehe Afrika, Geschichte.

    Klima und Landschaften

    Es zeigt sich eine vom Äquator nach Norden und Süden relativ gleichmäßig ausgehende Verteilung der Klimazonen. Das Klima in Äquatornähe ist tropisch. Hier findet sich dichter Urwald mit Regen zu allen Jahreszeiten. In nördlicher und südlicher Richtung schließen sich an den tropischen Regenwald subtropische Regionen an, die in Baumgrassteppen übergehen, welche durch den Wechsel von Regen- und Trockenzeiten geprägt sind. Auf diese Gebiete folgen die großen Trockengebiete des Kontinents im Norden und Süden. In den trockenen Regionen liegen Grassteppen und Wüsten (Kalahari, Sahara). An der Nord- und Südküste Afrikas schließlich herrscht mediterranes Klima. In den Gebieten des Atlas gibt es Hartlaubhölzer, Macchia und Ölbäume.

    Die Tierwelt ist sehr vielfältig: im Urwald leben Affen, Elefanten, Flusspferde, Krokodile, Schlangen, Eidechsen, Vögel und Insekten, in den Steppen Antilopen, Strauße, Giraffen, Löwen, Elefanten, Nashörner, Schakale, Hyänen und Leoparden u.a.

    Bodenschätze und Produkte

    Afrika ist trotz seines Reichtums an Bodenschätzen ein vor allem durch die Landwirtschaft geprägter Kontinent. Der größte Teil der Industrieproduktion Afrikas findet in wenigen Ländern statt: Südafrika, Simbabwe, Algerien und Ägypten. Wichtige Rohstoffe und Produkte Afrikas sind: Eisenerze, Diamanten, Gold, Kobalt, Chrom, Kupfer, Antimon, Mangan, Blei, Zink, Zinn, Uranpechblende, Asbest, Phosphate, Salz; Erdöl- und Erdgaslager in der Sahara; Edelhölzer, Palmkerne und -öle, Erdnüsse, Baumwolle, Weine, Olivenöle, Kaffee, Kakao, Bananen, Sisal, Sesam, Wolle, Kautschuk. Auch die Holzwirtschaft spielt eine bedeutende Rolle. Allerdings ist der Bestand des tropischen Regenwaldes durch übermäßige Abholzung stark gefährdet.

    Bevölkerung

    Die Bevölkerungszahl Afrikas ist nicht genau bekannt. Die Zahlenangaben weichen teilweise erheblich voneinander ab. Die Deutsche Stiftung Weltbevölkerung geht von einer Einwohnerzahl von 906 Millionen (2004) aus. Davon sind etwa sechs Millionen europäischen Ursprungs. Im Norden bis zur Mitte der Sahara leben europide Rassen (Araber, Berber u.a.), südlich negride Rassen. Asiatische Völker sind im Osten eingewandert. Im Urwald gibt es noch Jäger- und Sammlerstämme, in Nord-, Ost- und Südafrika leben Viehzüchter und Nomadenhirten.

    Der Großteil der Bewohner von Nordafrika ist muslimisch. In den anderen Teilen war die christliche Mission erfolgreich. In Ägypten und Äthiopien gibt es altchristliche Glaubensgemeinschaften (Kopten). Andere Glaubensformen wie Animismus, Fetischismus und Totemismus sind ebenfalls zum Teil weit verbreitet.

    Verkehr

    Bahnnetze wurden nur im außertropischen Norden und Süden errichtet; Inzwischen wird der Straßenbau stärker gefördert und der Flugverkehr nimmt zu. Trotzdem spielen die traditionellen Formen des Warentransports durch Flussschifffahrt, Kamele oder Träger immer noch eine wichtige Rolle.

    Geschichte

    siehe Afrika, Geschichte.


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