Adygen (Völkerkunde)

    Aus WISSEN-digital.de

    auch: Adighen;

    Eigenbezeichnung einer zu den Tscherkessen gehörigen Volksgruppe im Nordkaukasus in autonomen Gebiet Adygen (umfasst etwa 125 000 Menschen); aber auch Karbadiner (ca. 400 000 Menschen) und die eigentlichen Tscherkessen (ca. 52 000 Menschen). Genau wie Abchasien gehörte das Gebiet der Adygen lange Zeit zum Osmanischen Reich, daher ist ein Großteil der Bevölkerung islamisch. Die Eroberung des Kaukasus durch Russland im 19. Jh. führte zu einer großen Emigrationswelle in den Vorderen Orient, wo heute noch viele Nachkommen der Adygen leben.

    Die Adygen gehören der westkaukasischen Sprachfamilie an. Sie leben traditionell vom Ackerbau. Verbreitet ist die Pferdezucht.



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