Adolf Bastian

    Aus WISSEN-digital.de

    deutscher Arzt und Ethnologe; * 26. Juni 1826 in Bremen, † 2. Februar 1905 in Port of Spain (Trinidad)

    Bastian grenzte die Ethnologie als eigenständige Disziplin von der Anthropologie ab und gilt als Begründer der modernen Völkerkunde.

    Nach seinem Studium reiste der junge Mediziner 1851 als Schiffsarzt nach Australien. Eine Weltreise, die ihn nach Peru, Mexiko und Kalifornien, China, Ostindien und Syrien, Ägypten, Südafrika und schließlich 1859 wieder nach Deutschland führte, hatte den Schiffsarzt zu einem völkerkundlichen Forscher gemacht. In seinem Werk "Der Mensch in der Geschichte" (1860) legte er die Ergebnisse seiner wissenschaftlichen Arbeit nieder. Diese drei Bände wurden zum Ausgangspunkt der modernen vergleichenden Völkerkunde. Bastian definiert die Völkerkunde als Wissenschaft von der menschlichen Kultur, deren Grundlagen sich bei allen Völkern und in allen Kulturen wiederholen. Auf der Basis dieses "Elementargedankens" entsteht, unterschiedlich geformt durch Umwelt und Geschichte, der "Völkergedanke", worunter Bastian die Kräfte versteht, die der verschiedenartigen Kulturform der einzelnen Völker ihre Prägung geben.

    1868 legte er mit seiner Sammlung ethnologischer Exponate den Grundstock zum Museum für Völkerkunde in Berlin, dessen Direktor er lange Zeit war. 1905 starb der "Altmeister der Ethnologie" bei einer seiner Forschungsreisen auf Trinidad.

    Weitere Werke: "Die Voelker des oestlichen Asien" (1871), "Die Culturländer des Alten America" (1878), "Zur Mythologie und Psychologie der Nigritier in Guinea" (1894) u.a.



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