Aby Warburg

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    '; * 13. Juni 1866 in Hamburg, † 26. Oktober 1929 in Hamburg

    älterer Bruder von Max Warburg. Aby Warburg überließ die Nachfolge des renommierten Bankhauses seines Vaters seinem jüngeren Bruder, um sich ganz dem Studium widmen zu können. Nach einem Studium der Kunstgeschichte in Bonn, München und Straßburg gründete er 1902 in Hamburg das private Warburg-Institut, das sich schnell zu einem führenden Zentrum der Kunstwissenschaft entwickelte.

    Warburg gilt als Begründer einer neuen wissenschaftlichen Methode, der Ikonologie. In Abkehr von reiner Stilgeschichte und Kennerschaft postulierte er einen interdisziplinären Ansatz und bediente sich bei der Interpretation von Kunstwerken auch der Philosophie, Geschichte, Theologie und Psychologie. Den Begriff der Ikonologie führte er 1912 mit seinem berühmten Vortrag über die astronomischen Fresken im Palazzo Schifanoia in Ferrara ein.

    Bis an sein Lebensende beschäftigte sich Warburg in zahlreichen Forschungen mit dem Nachleben der Antike in der europäischen Kultur. Zu seinem bedeutendsten Nachfolger auf dem Gebiet der Ikonologie wurde E. Panofsky.



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