Abchasen

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westkaukasischer Volksstamm in der autonomen Republik Abchasien im Nordwesten Georgiens an der Ostküste des Schwarzen Meeres. Die ca. 200 000 Menschen, die in der autonomen Republik Abchasien leben, gehören ethnisch zu den Tscherkessen. Ungefähr 50 000 Nachkommen von im 19. Jh. ausgewanderten Abchasen leben heute in Vorderasien. Durch Sprache und Kultur eng verwandt mit den Abchasen sind die am Fluss Kuban lebenden Abasinen.

Die abchasische Sprache ist Teil der westkaukasischen Sprachfamilie. Es werden für die Schrift verschiedene Alphabete verwendet. Die kulturelle Identität wird unter anderem durch die so genannten Nartensagen gestiftet. Ein großer Teil der Abchasen gehört der sunnitischen Glaubensrichtung des Islam an, ein anderer der Orthodoxen Kirche.

Nach dem Zerfall der Sowjetunion und der Unabhängigkeit Georgiens kam es zu Auseinandersetzungen zwischen der georgischen Zentralregierung und den Abchasen, die in einem Bürgerkrieg, der faktischen Loslösung der autonomen Region Abchasien und der Vertreibung von circa 250 000 Georgiern endete. Siehe auch Abchasien.


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