Abbasiden

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islamische Kalifendynastie 749-1258 mit Iran und Mesopotamien als Zentren; von Abbas, dem Oheim Mohammeds, abstammend, stürzten sie im Bunde mit der persischen Opposition die Omaijaden: Abul Abbas, der "Blutvergießer" (750-754), besiegte 750 am Zab den Kalifen Merwan II. und bestieg nach der Ausrottung des Geschlechtes der Omaijaden (nur Abd Ar Rahman konnte nach Spanien entkommen) den Thron. Der Sieg der Abbasiden bedeutete das Zurückdrängen, nicht jedoch die Ausschaltung der Araber; durch Gleichberechtigung der sich zum Islam bekennenden Perser mit den Arabern, überwiegend persische Beamtenaristokratie und Anknüpfung an altpersisches Hofzeremoniell wurde die Entwicklung einer übernationalen islamischen Kultur angebahnt; unter den Abbasiden begann die Entfaltung der klassischen islamischen Feudalkultur.

Al Mansur (754-775) errichtete am Westufer des Tigris die prunkvolle Residenz Bagdad (763). Glanzzeit unter Harun Ar Raschid (786-809), Blüte der Literatur.

Unter Al Mamun (813-833) Übernahme griechischer Wissenschaft: Philosophie, Mathematik, Astronomie, Medizin.

Seit Mitte des 10. Jahrhunderts Verfall des Kalifats: Abhängigkeit der Kalifen von wechselnden Machthabern, Sektenwesen; die Bujiden wurden die weltlichen Machthaber.

1037 befreite der Seldschuk Togrulbeg das Kalifat von dieser Herrschaft, um sie auf seine Familie zu übertragen. 1258 wurde Bagdad das Opfer des Mongoleneinmarsches unter Hulagu, dem Neffen des Dschingis Khan. Damit ging das 500-jährige islamische Weltreich der Abbasiden zu Ende.

Persische Dynastie: In Persien (dem heutigen Iran) regierte eine abbasidische Seitenlinie von 1588 bis 1736.


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