ABS (Technik)

    Aus WISSEN-digital.de

    Abk. für: Antiblockiersystem;

    System in Kraftfahrzeugen, mit dem beim Bremsen das Blockieren der Räder und der damit verbundene Kontrollverlust über den Wagen vermieden wird. Das Fahrzeug bleibt damit auch bei einer Vollbremsung auf glatter Straße richtungsstabil und lenkbar. Gegenüber einer Bremsung mit blockierten Rädern wird meist ein kürzerer Bremsweg erreicht.

    Das ABS für Nutzfahrzeuge besteht aus Drehzahlgebern an den Radnaben, einem elektronischen Steuergerät und Steuerventilen für die Druckluft. Der Bremsdruck wird in jedem Bremszylinder separat geregelt. Mikrocomputer berechnen aus den Signalen der Drehzahlfühler die Radgeschwindigkeiten sowie die Verzögerungen und Beschleunigungen der Räder. Aus den Geschwindigkeiten zweier diagonal gegenüberliegender Räder wird eine Fahrzeug-Referenzgeschwindigkeit errechnet, aus der zusammen mit den Radgeschwindigkeiten der Bremsschlupf für jedes einzelne Rad ermittelt wird. Über einen Regler werden sodann die Drucksteuerventile beeinflusst, die den Druck in den einzelnen Bremszylindern verändern.

    ABS ist besonders bei Fahrzeugkombinationen mit Motorwagen und Sattelauflieger oder Anhänger bedeutsam, die beim Bremsen "gestreckt" bleiben und nicht "ausbrechen". ABS für Pkw sind im Prinzip ähnlich aufgebaut.



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